Nachhaltige Forstwirtschaft für stabile Wälder
Die Familie von der Schulenburg blickt auf eine über 560-jährige Tradition in der nachhaltigen Waldwirtschaft zurück.
Heute umfasst unser Engagement Waldflächen in Angern und Colbitz und Wenddorf (Sachsen-Anhalt). Mit einem starken Fokus auf Nachhaltigkeit bewirtschaften wir unsere Wälder verantwortungsvoll, um die biologische Vielfalt und die ökologischen Funktionen langfristig zu sichern.

Unsere Eigenjagdbezirke bieten die Möglichkeit zur nachhaltigen und verantwortungsvollen Jagdausübung auf verschiedene heimische Schalenwildarten, darunter Rehwild, Schwarzwild und Rotwild. Die Vergabe der Jagdmöglichkeiten erfolgt über Jagdbegehungsscheine, die eine geregelte und exklusive Nutzung unserer Reviere ermöglichen.

Die jagdliche Bewirtschaftung erfolgt unter Berücksichtigung wildbiologischer, forstlicher und naturschutzfachlicher Aspekte. Ziel ist eine ausgewogene Wildbestandsregulierung, die sowohl den Erhalt gesunder Wildpopulationen als auch die nachhaltige Entwicklung der Waldökosysteme unterstützt.

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Unsere Eigenjagdbezirke – Nachhaltige Jagd und Revierbewirtschaftung

Mit einem Begehungsschein erhalten Jäger die Berechtigung zur Jagdausübung in einem unserer vier Eigenjagdbezirke in Sachsen und Sachsen-Anhalt. Die Reviere umfassen strukturreiche Wald-, Wiesen- und Offenlandbereiche mit unterschiedlichen Biotoptypen und bieten dadurch günstige Lebensbedingungen für zahlreiche Wildarten.

Die Bewirtschaftung erfolgt nach den Grundsätzen der nachhaltigen Jagd. Darunter versteht man eine langfristig ausgerichtete Jagdausübung, bei der ökologische, wildbiologische und forstwirtschaftliche Anforderungen miteinander in Einklang gebracht werden. Die Regulierung der Wildbestände orientiert sich dabei an den natürlichen Lebensraumkapazitäten sowie an den Erfordernissen eines stabilen Waldaufbaus.

Ein ausgewogenes Wildmanagement trägt wesentlich dazu bei, Wildschäden an Forstkulturen und landwirtschaftlichen Flächen zu begrenzen, die Naturverjüngung standortgerechter Baumarten zu fördern und gleichzeitig gesunde Wildpopulationen mit naturnaher Alters- und Geschlechterstruktur zu erhalten.

Momentan sind alle Begehungsscheine vergeben.

Wildökologie und Bedeutung nachhaltiger Jagd

Die Jagd erfüllt in modernen Kulturlandschaften nicht ausschließlich die Funktion der Wildnutzung, sondern übernimmt auch wichtige Aufgaben innerhalb des Wildtiermanagements. Insbesondere in waldreichen Regionen mit intensiver Land- und Forstwirtschaft beeinflussen Wildbestände die Entwicklung von Vegetation, Waldverjüngung und Biodiversität.

Nachhaltige Jagd bedeutet daher, Wildbestände unter Berücksichtigung ihrer Lebensräume, natürlichen Verhaltensweisen und ökologischen Wechselwirkungen zu bewirtschaften. Dabei spielen Faktoren wie Äsungsangebot, Ruhezonen, Wilddichte, Verbissbelastung, natürliche Verjüngung sowie die Erhaltung artenreicher Lebensräume eine wichtige Rolle.

Gleichzeitig trägt eine fachgerechte Bejagung zur Reduktion von Wildschäden, zur Minimierung von Tierseuchenrisiken – insbesondere bei Schwarzwild – sowie zur Stabilisierung der Wildpopulationen bei.

Jagdausstattung und Reviereinrichtungen

Hochsitz im Eigenjagdbezirk

Moderne Jagdeinrichtungen in unseren Revieren ermöglichen eine sichere und waidgerechte Jagdausübung.

Unsere Eigenjagdgebiete verfügen über moderne Hochsitze und weitere jagdliche Einrichtungen an strategisch günstigen Standorten. Die Platzierung erfolgt unter Berücksichtigung von Wildwechseln, Äsungsflächen, Einständen sowie sicherheitsrelevanten Aspekten der Jagdausübung.

Die Nutzung von Hochsitzen ermöglicht insbesondere bei der Ansitzjagd eine kontrollierte und sichere Schussabgabe sowie eine ruhige Beobachtung des Wildes. Gleichzeitig wird durch feste Ansitzeinrichtungen eine störungsarme Jagd unterstützt, die dem natürlichen Verhalten des Wildes Rechnung trägt.

Die abwechslungsreiche Landschaft unserer Reviere mit Waldflächen, Schneisen, Offenland, Feuchtgebieten und Übergangsbiotopen schafft günstige Voraussetzungen für artenreiche Wildbestände und eine nachhaltige Jagdbewirtschaftung.

Jagdarten in unseren Revieren

Je nach Jahreszeit, Wildart und jagdlicher Zielsetzung kommen unterschiedliche Jagdmethoden zum Einsatz. Alle Jagdarten erfolgen unter Beachtung waidgerechter Grundsätze sowie der geltenden jagdrechtlichen Vorschriften.

  • Ansitzjagd : Die klassische Jagdform vom Hochsitz oder Ansitz aus. Sie ermöglicht eine ruhige Wildbeobachtung und eine selektive sowie sichere Bejagung einzelner Stücke.
  • Pirschjagd : Aktive Jagdform durch vorsichtiges Anpirschen des Wildes. Sie erfordert gute Kenntnisse des Revieres, Windverhältnisse, Wildverhaltens sowie ein hohes Maß an Erfahrung und Aufmerksamkeit.
  • Drückjagd : Gesellschaftsjagd mit Treibern oder Hunden zur großflächigen Wildbewegung und Regulierung, insbesondere bei Schwarzwildbeständen.

Wildarten in unseren Jagdgebieten

Die Reviere beherbergen verschiedene heimische Schalenwildarten sowie zahlreiche Kleinwildarten. Die jeweiligen Wildbestände werden regelmäßig beobachtet und dokumentiert, um eine angepasste und nachhaltige Bejagung sicherzustellen.

  • Rotwild : Größte heimische Hirschart mit hoher ökologischer Bedeutung für Waldökosysteme.
  • Schwarzwild : Anpassungsfähige Wildart mit hoher Reproduktionsrate und besonderer Bedeutung im Wildmanagement.
  • Rehwild : Häufigste Schalenwildart Mitteleuropas und wichtiger Bestandteil naturnaher Kulturlandschaften.

Darüber hinaus kommen in den Revieren verschiedene Kleinwildarten sowie zahlreiche Vogel-, Insekten- und Amphibienarten vor, die von strukturreichen Lebensräumen profitieren.

Wildbret als hochwertiges Naturprodukt

Jäger haben die Möglichkeit, erlegtes Wildbret zu erwerben. Wildfleisch aus freilebender Wildbahn gilt als hochwertiges und nachhaltiges Lebensmittel. Es zeichnet sich durch einen hohen Eiweißgehalt, einen vergleichsweise geringen Fettanteil sowie einen natürlichen Ursprung ohne intensive Tierhaltung aus.

Wildbret aus nachhaltiger Jagd stammt von Tieren mit natürlicher Bewegung und natürlicher Nahrung innerhalb ihres Lebensraumes. Durch kurze Transportwege und regionale Vermarktung stellt es zudem eine ressourcenschonende Alternative zu vielen industriell erzeugten Fleischprodukten dar.

Waidgerechtigkeit und Verantwortung

Grundlage jeder Jagdausübung in unseren Revieren ist das Prinzip der Waidgerechtigkeit. Dieses umfasst einen respektvollen Umgang mit Wildtieren, die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben, die Vermeidung unnötigen Leidens sowie einen verantwortungsvollen Umgang mit Natur und Landschaft.

Nachhaltige Jagd bedeutet daher nicht allein die Nutzung des Wildes, sondern auch die Verantwortung für den langfristigen Erhalt gesunder Wildpopulationen, stabiler Lebensräume und funktionsfähiger Waldökosysteme.

Rundholz
Wie bieten eine breite Auswahl an Hart- und Weichholzsortimenten für die holzverarbeitende Industrie an. Zu den angebotenen Baumarten gehören Waldkiefer (Pinus sylvestris), Rot-Erle (Alnus rubra), Gemeine Esche (Fraxinus excelsior), Traubeneiche (Quercus petraea), Stieleiche (Quercus robur), Hainbuche (Carpinus betulus), Rotbuche (Fagus sylvatica) und Flatterulme (Ulmus laevis). Großabnehmer können das Holz wahlweise auf dem Stock oder frei Waldstraße erwerben. Dabei wird besonderer Wert auf nachhaltige Bewirtschaftung, Qualität und eine ökologische Waldbewirtschaftung gelegt.
Brennholz
Wir bieten hochwertiges Brennholz aus nachhaltiger Waldwirtschaft an. Zur Auswahl stehen sowohl Harthölzer wie Eiche, Buche, Esche und Hainbuche, die durch ihre lange Brenndauer und hohe Energieeffizienz überzeugen, als auch Weichholz wie Kiefer, das sich besonders gut zum schnellen Anheizen eignet. Das Brennholz wird auf Wunsch auch getrocknet geliefert, um eine optimale Heizleistung zu gewährleisten. Egal, ob für den Kamin, den Ofen oder die Feuerstelle – unser Brennholz bietet eine umweltfreundliche und klimaneutrale Heizalternative.
Jagd
Wir bieten passionierten Jägerinnen und Jägern die Möglichkeit, an einer nachhaltigen und verantwortungsvollen Jagd teilzunehmen. Auf den Waldflächen können Reh-, Schwarz- und Rotwild bejagt werden. Jagdmöglichkeiten werden über Jagdbegehungsscheine vergeben. Für weitere Details und Anfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Saatgut
Wir ernten hochwertiges Saatgut der Douglasie (Pseudotsuga menziesii) aus dem Herkunftsgebiet 85303 (Mittel- und Ostdeutsches Tief- und Hügelland). Unser Saatgut zeichnet sich durch höchste Qualität und optimale Keimfähigkeit aus – ideal für forstliche Aufforstungsprojekte.
Biodiversität
Ein wichtiger Schwerpunkt unserer nachhaltigen Forstwirtschaft ist die Förderung und der Erhalt der Biodiversität. Unsere Wälder bieten Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, von seltenen Baumarten bis hin zu bedrohten Tierarten. Durch den gezielten Erhalt von Totholz, strukturreichen Waldrändern und geschützten Biotopen schaffen wir wertvolle Rückzugsorte für spezialisierte Organismen und fördern natürliche Kreisläufe. Mit einer standortgerechten Baumartenwahl und einer nachhaltigen Bewirtschaftung stärken wir die Vielfalt im Wald und leisten einen aktiven Beitrag zum Erhalt der ökologischen Balance. Unsere Maßnahmen schützen die Natur und fördern eine reiche Artenvielfalt – ein unverzichtbarer Baustein für gesunde und widerstandsfähige Wälder.
Zertifzierung
Zertifzierung
Unsere Wälder werden nach den strengen Standards der PEFC-Zertifizierung (Programme for the Endorsement of Forest Certification) bewirtschaftet. Diese Zertifizierung steht für eine nachhaltige und verantwortungsvolle Forstwirtschaft, die ökologische, ökonomische und soziale Aspekte gleichermaßen berücksichtigt. PEFC garantiert, dass unsere Wälder so bewirtschaftet werden, dass sie auch für kommende Generationen erhalten bleiben, und sichert Transparenz und Nachhaltigkeit entlang der gesamten Holzlieferkette. Mit dieser Zertifizierung unterstreichen wir unser Engagement für den Schutz der Natur und die nachhaltige Nutzung unserer Ressourcen.