Unsere Eigenjagdbezirke bieten die Möglichkeit zur nachhaltigen und verantwortungsvollen Jagdausübung auf verschiedene heimische Schalenwildarten, darunter Rehwild, Schwarzwild und Rotwild. Die Vergabe der Jagdmöglichkeiten erfolgt über Jagdbegehungsscheine, die eine geregelte und exklusive Nutzung unserer Reviere ermöglichen.
Die jagdliche Bewirtschaftung erfolgt unter Berücksichtigung wildbiologischer, forstlicher und naturschutzfachlicher Aspekte. Ziel ist eine ausgewogene Wildbestandsregulierung, die sowohl den Erhalt gesunder Wildpopulationen als auch die nachhaltige Entwicklung der Waldökosysteme unterstützt.

Unsere Eigenjagdbezirke – Nachhaltige Jagd und Revierbewirtschaftung
Mit einem Begehungsschein erhalten Jäger die Berechtigung zur Jagdausübung in einem unserer vier Eigenjagdbezirke in Sachsen und Sachsen-Anhalt. Die Reviere umfassen strukturreiche Wald-, Wiesen- und Offenlandbereiche mit unterschiedlichen Biotoptypen und bieten dadurch günstige Lebensbedingungen für zahlreiche Wildarten.
Die Bewirtschaftung erfolgt nach den Grundsätzen der nachhaltigen Jagd. Darunter versteht man eine langfristig ausgerichtete Jagdausübung, bei der ökologische, wildbiologische und forstwirtschaftliche Anforderungen miteinander in Einklang gebracht werden. Die Regulierung der Wildbestände orientiert sich dabei an den natürlichen Lebensraumkapazitäten sowie an den Erfordernissen eines stabilen Waldaufbaus.
Ein ausgewogenes Wildmanagement trägt wesentlich dazu bei, Wildschäden an Forstkulturen und landwirtschaftlichen Flächen zu begrenzen, die Naturverjüngung standortgerechter Baumarten zu fördern und gleichzeitig gesunde Wildpopulationen mit naturnaher Alters- und Geschlechterstruktur zu erhalten.
Wildökologie und Bedeutung nachhaltiger Jagd
Die Jagd erfüllt in modernen Kulturlandschaften nicht ausschließlich die Funktion der Wildnutzung, sondern übernimmt auch wichtige Aufgaben innerhalb des Wildtiermanagements. Insbesondere in waldreichen Regionen mit intensiver Land- und Forstwirtschaft beeinflussen Wildbestände die Entwicklung von Vegetation, Waldverjüngung und Biodiversität.
Nachhaltige Jagd bedeutet daher, Wildbestände unter Berücksichtigung ihrer Lebensräume, natürlichen Verhaltensweisen und ökologischen Wechselwirkungen zu bewirtschaften. Dabei spielen Faktoren wie Äsungsangebot, Ruhezonen, Wilddichte, Verbissbelastung, natürliche Verjüngung sowie die Erhaltung artenreicher Lebensräume eine wichtige Rolle.
Gleichzeitig trägt eine fachgerechte Bejagung zur Reduktion von Wildschäden, zur Minimierung von Tierseuchenrisiken – insbesondere bei Schwarzwild – sowie zur Stabilisierung der Wildpopulationen bei.
Jagdausstattung und Reviereinrichtungen
Moderne Jagdeinrichtungen in unseren Revieren ermöglichen eine sichere und waidgerechte Jagdausübung.
Unsere Eigenjagdgebiete verfügen über moderne Hochsitze und weitere jagdliche Einrichtungen an strategisch günstigen Standorten. Die Platzierung erfolgt unter Berücksichtigung von Wildwechseln, Äsungsflächen, Einständen sowie sicherheitsrelevanten Aspekten der Jagdausübung.
Die Nutzung von Hochsitzen ermöglicht insbesondere bei der Ansitzjagd eine kontrollierte und sichere Schussabgabe sowie eine ruhige Beobachtung des Wildes. Gleichzeitig wird durch feste Ansitzeinrichtungen eine störungsarme Jagd unterstützt, die dem natürlichen Verhalten des Wildes Rechnung trägt.
Die abwechslungsreiche Landschaft unserer Reviere mit Waldflächen, Schneisen, Offenland, Feuchtgebieten und Übergangsbiotopen schafft günstige Voraussetzungen für artenreiche Wildbestände und eine nachhaltige Jagdbewirtschaftung.
Jagdarten in unseren Revieren
Je nach Jahreszeit, Wildart und jagdlicher Zielsetzung kommen unterschiedliche Jagdmethoden zum Einsatz. Alle Jagdarten erfolgen unter Beachtung waidgerechter Grundsätze sowie der geltenden jagdrechtlichen Vorschriften.
- Ansitzjagd : Die klassische Jagdform vom Hochsitz oder Ansitz aus. Sie ermöglicht eine ruhige Wildbeobachtung und eine selektive sowie sichere Bejagung einzelner Stücke.
- Pirschjagd : Aktive Jagdform durch vorsichtiges Anpirschen des Wildes. Sie erfordert gute Kenntnisse des Revieres, Windverhältnisse, Wildverhaltens sowie ein hohes Maß an Erfahrung und Aufmerksamkeit.
- Drückjagd : Gesellschaftsjagd mit Treibern oder Hunden zur großflächigen Wildbewegung und Regulierung, insbesondere bei Schwarzwildbeständen.
Wildarten in unseren Jagdgebieten
Die Reviere beherbergen verschiedene heimische Schalenwildarten sowie zahlreiche Kleinwildarten. Die jeweiligen Wildbestände werden regelmäßig beobachtet und dokumentiert, um eine angepasste und nachhaltige Bejagung sicherzustellen.
- Rotwild : Größte heimische Hirschart mit hoher ökologischer Bedeutung für Waldökosysteme.
- Schwarzwild : Anpassungsfähige Wildart mit hoher Reproduktionsrate und besonderer Bedeutung im Wildmanagement.
- Rehwild : Häufigste Schalenwildart Mitteleuropas und wichtiger Bestandteil naturnaher Kulturlandschaften.
Darüber hinaus kommen in den Revieren verschiedene Kleinwildarten sowie zahlreiche Vogel-, Insekten- und Amphibienarten vor, die von strukturreichen Lebensräumen profitieren.
Wildbret als hochwertiges Naturprodukt
Jäger haben die Möglichkeit, erlegtes Wildbret zu erwerben. Wildfleisch aus freilebender Wildbahn gilt als hochwertiges und nachhaltiges Lebensmittel. Es zeichnet sich durch einen hohen Eiweißgehalt, einen vergleichsweise geringen Fettanteil sowie einen natürlichen Ursprung ohne intensive Tierhaltung aus.
Wildbret aus nachhaltiger Jagd stammt von Tieren mit natürlicher Bewegung und natürlicher Nahrung innerhalb ihres Lebensraumes. Durch kurze Transportwege und regionale Vermarktung stellt es zudem eine ressourcenschonende Alternative zu vielen industriell erzeugten Fleischprodukten dar.
Waidgerechtigkeit und Verantwortung
Grundlage jeder Jagdausübung in unseren Revieren ist das Prinzip der Waidgerechtigkeit. Dieses umfasst einen respektvollen Umgang mit Wildtieren, die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben, die Vermeidung unnötigen Leidens sowie einen verantwortungsvollen Umgang mit Natur und Landschaft.
Nachhaltige Jagd bedeutet daher nicht allein die Nutzung des Wildes, sondern auch die Verantwortung für den langfristigen Erhalt gesunder Wildpopulationen, stabiler Lebensräume und funktionsfähiger Waldökosysteme.