Ein knisterndes Kaminfeuer sorgt nicht nur für angenehme Wärme, sondern schafft auch eine besondere Atmosphäre und Wohnqualität. Die Wahl des richtigen Brennholzes hat dabei erheblichen Einfluss auf Heizleistung, Brenndauer, Flammenbild, Glutentwicklung, Rauchverhalten und Emissionswerte. Unterschiedliche Holzarten besitzen verschiedene physikalische Eigenschaften und eignen sich daher unterschiedlich gut für Kaminöfen, Kachelöfen, offene Kamine oder Heizsysteme mit Holzfeuerung.
Hochwertiges Brennholz aus nachhaltiger Forstwirtschaft stellt eine effiziente und klimafreundliche Energiequelle dar. Holz gilt als nachwachsender Rohstoff und kann bei sachgerechter Nutzung einen wichtigen Beitrag zu einer ressourcenschonenden Wärmeversorgung leisten.

Brennholz als nachhaltiger Energieträger
Holz gehört zu den ältesten vom Menschen genutzten Energieträgern. Bei der Verbrennung wird im Wesentlichen jene Menge an Kohlenstoffdioxid freigesetzt, die der Baum zuvor während seines Wachstums durch Photosynthese gebunden hat. Voraussetzung für eine nachhaltige Nutzung ist jedoch eine verantwortungsvolle Forstwirtschaft, bei der nicht mehr Holz entnommen wird, als langfristig nachwachsen kann.
Moderne Feuerungsanlagen ermöglichen heute eine deutlich effizientere und emissionsärmere Nutzung von Brennholz als traditionelle offene Feuerstellen. Entscheidend hierfür sind neben der Technik insbesondere die Holzqualität, die Restfeuchte sowie die richtige Lagerung und Aufbereitung des Brennmaterials.
Hartholz oder Weichholz – Unterschiede und Eigenschaften
Brennholz wird grundsätzlich in Hartholz und Weichholz unterschieden. Diese Einteilung orientiert sich weniger an der tatsächlichen Härte als vielmehr an Dichte, Struktur und Brennverhalten der jeweiligen Holzarten.
Harthölzer besitzen in der Regel eine höhere Rohdichte und damit einen höheren Energiegehalt pro Volumeneinheit. Sie brennen langsamer, entwickeln eine langanhaltende Glut und eignen sich besonders für dauerhafte Wärmeabgabe und gleichmäßiges Heizen.
Weichhölzer enthalten meist mehr Harze und besitzen eine geringere Dichte. Dadurch entzünden sie sich schneller und erzeugen ein lebhaftes Flammenbild. Sie eignen sich besonders gut zum Anheizen oder für kurze Heizintervalle.
Hartholz
Harthölzer wie Buche, Esche und Eiche zeichnen sich durch hohe Brenndauer, gleichmäßige Wärmeentwicklung und eine stabile Glutbildung aus. Aufgrund ihres hohen Heizwertes zählen sie zu den bevorzugten Brennholzarten für Kamine, Kaminöfen und Holzheizungen.
- hoher Heizwert pro Raummeter,
- langsame und gleichmäßige Verbrennung,
- lange Gluthaltung,
- geringerer Holzverbrauch bei längerer Wärmeabgabe.
Weichholz
Weichhölzer wie Kiefer oder Fichte besitzen einen höheren Harzanteil und entzünden sich besonders leicht. Sie erzeugen ein charakteristisches knisterndes Flammenbild und einen typischen Holzgeruch.
Aufgrund des schnelleren Abbrandes und möglichen Funkenfluges eignen sich Weichhölzer vor allem für geschlossene Kaminöfen oder als Anzündholz in Kombination mit Hartholz.
- schnelle Wärmeentwicklung,
- gute Entzündbarkeit,
- lebhaftes Flammenbild,
- ideal als Anfeuerholz.
Unsere Kaminholzsortimente aus nachhaltiger Forstwirtschaft
Wir bieten hochwertiges Brennholz aus nachhaltiger und regionaler Forstwirtschaft an. Das Holz wird fachgerecht aufgearbeitet, getrocknet und auf gebräuchliche Ofenlängen zugeschnitten. Die Auswahl geeigneter Holzarten ermöglicht eine optimale Anpassung an unterschiedliche Heiz- und Nutzungsanforderungen.
- Buchenholz – sehr hoher Heizwert, ruhiges Flammenbild und langanhaltende Glut; besonders geeignet für effizientes und gleichmäßiges Heizen.
- Eschenholz – gute Brenndauer, gleichmäßiger Abbrand und attraktive Flammenbildung.
- Eichenholz – besonders hohe Dichte und lange Brenndauer; ideal für langanhaltende Wärmeentwicklung.
- Birkenholz – angenehmer Duft durch natürliche ätherische Öle, dekoratives Flammenbild und geringer Funkenflug.
- Kiefer & Fichte – schnell brennendes Weichholz mit guter Anzündwirkung und typischem Kaminfeuercharakter.
Heizwert und Energiegehalt verschiedener Holzarten
Der Heizwert von Brennholz hängt maßgeblich von Holzart, Dichte und Feuchtigkeitsgehalt ab. Grundsätzlich liefern dichte Harthölzer mehr nutzbare Energie pro Volumeneinheit als leichte Weichhölzer. Der tatsächliche Energieertrag wird jedoch wesentlich durch die Trocknung beeinflusst.
Frisch geschlagenes Holz besitzt häufig einen Wassergehalt von über 50 %. Erst durch ausreichende Lagerung sinkt die Restfeuchte auf ein für die Verbrennung geeignetes Niveau.
Gut getrocknetes Brennholz erreicht:
- höhere Verbrennungstemperaturen,
- bessere Wärmeausbeute,
- geringere Rauch- und Rußentwicklung,
- weniger Schadstoffemissionen,
- eine sauberere Verbrennung im Kamin oder Ofen.
Richtige Lagerung von Kaminholz
Für eine effiziente und emissionsarme Verbrennung sollte Brennholz ausreichend getrocknet sein. Empfohlen wird eine Restfeuchte von unter 20 %. Abhängig von Holzart, Lagerbedingungen und Stammstärke beträgt die natürliche Trocknungsdauer häufig ein bis zwei Jahre.
Feuchtes Holz führt zu:
- geringerem Heizwert,
- verstärkter Rauchbildung,
- höherer Ruß- und Teerbildung im Schornstein,
- erhöhter Belastung von Kamin und Ofen.
Die optimale Lagerung erfolgt an einem trockenen und gut belüfteten Standort, vorzugsweise unter einem Holzlager oder einer Überdachung mit ausreichender Luftzirkulation. Direkter Bodenkontakt sollte vermieden werden, um Feuchtigkeitsaufnahme und Pilzbefall zu verhindern.
Brennholz kaufen oder selbst werben
Wir bieten Brennholz sowohl fertig aufgearbeitet und getrocknet als auch im Rahmen einer Selbstwerber-Option an. Selbstwerber haben die Möglichkeit, Holz eigenständig im Wald aufzuarbeiten und dadurch aktiv an der Brennholzgewinnung mitzuwirken.
Die Holzwerbung erfolgt in dafür vorgesehenen Bereichen unter Einhaltung der geltenden Sicherheits- und Arbeitsschutzvorschriften. Voraussetzung ist in der Regel ein Holzsammelschein beziehungsweise eine entsprechende Berechtigung.
Holzhackschnitzel als Energieholz
Neben klassischem Kaminholz bieten wir auch Holzhackschnitzel als nachwachsenden Energieträger an. Hackschnitzel eignen sich insbesondere für automatische Biomasseheizungen, Nahwärmeanlagen und größere Heizsysteme.
Die Qualität der Hackschnitzel wird durch Holzart, Trocknungsgrad, Korngröße und Reinheit bestimmt. Luftgetrocknete Hackschnitzel besitzen einen höheren Energiegehalt und ermöglichen eine effizientere Verbrennung mit geringeren Emissionen.
Holzhackschnitzel – Kiefer, Birke und Hartholz gemischt, aus mehrjährig gelagertem Holzmaterial für energetische Nutzung.
Brennholz – verschiedene Holzsortimente zur Lieferung oder Selbstwerbung.
Direktverkauf und Liefermöglichkeiten
Wir bieten verschiedene Brennholzsortimente sowie Holzhackschnitzel direkt ab Forstbetrieb an. Die Bereitstellung erfolgt je nach Vereinbarung lose, geschichtet oder als Selbstwerberholz.
- Brennholz: Hartholz (Buche, Eiche, Esche) ab 17 EUR/Raummeter (RM), Weichholz (Kiefer, Fichte) ab 14 EUR/RM.
- Holzhackschnitzel: luftgetrocknet, gemischte Holzarten, ab 35 EUR/SRM (Schüttraummeter).
- Mindestabnahme: 10 RM Brennholz beziehungsweise 30 SRM Holzhackschnitzel.
Kontakt und Bestellung
Für Bestellungen, aktuelle Verfügbarkeiten oder weitere Informationen zu Brennholz, Holzhackschnitzeln und Selbstwerberangeboten kontaktieren Sie uns gerne: